FAQ
Häufige Fragen
1. Wann sollte ein Kind von einem Kinderpneumologen untersucht werden?
Ein Kind muss von einem Kinderpneumologen untersucht werden, wenn es anhaltende oder wiederkehrende Atemwegsbeschwerden aufweist, wie z. B.:
- chronischer oder wiederkehrender Husten
- Keuchen (pfeifendes Geräusch in der Brust)
- Atemnot und schnelle Atmung
- Einschränkung der körperlichen Aktivität
- häufige Infektionen der unteren Atemwege
- Komplikationen oder langwieriger Verlauf von Lungenentzündungen
- Episoden oder Verdacht auf Aspiration
- häufige Infektionen in Verbindung mit Wachstumsverzögerungen
- Asthma bei Kindern mit belasteter Familienanamnese
- Frühgeborene oder Kinder mit bekannten chronischen Atemwegserkrankungen
Eine Überweisung ist besonders wichtig, wenn die Symptome nicht ausreichend kontrolliert werden können, den Alltag, den Schlaf oder die schulischen Aktivitäten beeinträchtigen oder wenn eine zweite Meinung eingeholt werden muss.
2. Warum müssen Kinder mit Zystische Fibrose (Mukoviszidose) regelmäßig von einem spezialisierten Kinderpneumologen untersucht werden?
Zystische Fibrose ist eine chronische, multisystemische und fortschreitende Erkrankung, die vor allem die Atemwege befällt, aber auch die Entwicklung und die allgemeine Gesundheit des Kindes beeinträchtigt.
Eine fachärztliche Überwachung ist erforderlich für:
- die rechtzeitige Erkennung und richtige Behandlung von Infektionen
- die individuelle Anpassung der inhalativen und systemischen Therapie
- die systematische Überwachung der Lungenfunktion
- die engmaschige Überwachung der Entwicklung und des Körpergewichts
- die Behandlung von Komplikationen und die Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Team
- die rechtzeitige Beurteilung der Notwendigkeit einer stationären oder häuslichen Behandlung
Ziel ist die Erhaltung der Lungenfunktion, eine normale Entwicklung und die Verbesserung der Lebensqualität.
3. Mein Kind hustet – wann sollte ich mir Sorgen machen?
Husten tritt bei Kindern häufig auf und steht meist im Zusammenhang mit Virusinfektionen.
Eine Untersuchung ist erforderlich, wenn:
- er länger als 3–4 Wochen anhält
- nachts oder bei körperlicher Anstrengung auftritt
- mit Atemnot oder Keuchen einhergeht
- ohne ersichtlichen Grund häufig wiederkehrt
- nach einem Erstickungsanfall begonnen hat
- er feucht und anhaltend ist
- er mit Fieber, Unwohlsein oder Gewichtsverlust einhergeht
- er einen ungewöhnlichen Klang hat (z. B. Kehlkopfhusten)
4. Mein Kind hustet häufig – hat es Asthma?
Asthma äußert sich durch wiederkehrende Hustenanfälle, Keuchen oder Atemnot, die sich im Laufe der Zeit verändern und häufig nachts, bei körperlicher Anstrengung oder bei Infektionen verschlimmern.
Die Diagnose basiert auf:
- einer detaillierten Anamnese der persönlichen und familiären Vorgeschichte
- dem charakteristischen Verlauf der Symptome
- und, soweit möglich, auf einer Lungenfunktionsprüfung
Nicht alle Kinder mit Husten oder Keuchen haben Asthma und benötigen eine Asthmabehandlung, z. B. mit inhalativen Kortikosteroiden; daher ist eine korrekte Beurteilung entscheidend.
5. Wann muss Asthma fachärztlich untersucht werden?
Wenn Asthma trotz richtiger Behandlung schwer zu kontrollieren ist oder eine Behandlung höherer Stufen erforderlich ist, ist eine Untersuchung durch einen spezialisierten Kinderpneumologen erforderlich.
Ziel ist es, die Diagnose zu bestätigen, andere Ursachen auszuschließen und die Behandlung individuell anzupassen.
6. Sind inhalative Kortikosteroide ein Risiko für die Entwicklung von Kindern?
Inhalative Kortikosteroide sind die grundlegende Behandlung von Asthma und wirken lokal in den Atemwegen.
Sie können eine geringe und vorübergehende Verlangsamung des Wachstums verursachen, ohne jedoch die endgültige Körpergröße zu beeinflussen.
Die richtige Dosierung, ein geeignetes Inhalationsgerät (Maske oder Mundstück) und die regelmäßige Überwachung durch einen Kinderpneumologen gewährleisten eine sichere und wirksame Behandlung.
7. Wann ist eine Vorstellung bei einer/einem Pädiatrischen Allergologin/Allergologen erforderlich?
Eine allergologische Abklärung ist sinnvoll, wenn der Verdacht besteht auf:
- Nahrungsmittelallergie
- Allergie gegen Arztneimittel
- Allergische Rhinitis oder allergisches Asthma
- Atopische Dermatitis (Neurodermitis)
- Urtikaria (Nesselsucht)
- Symptome allergischer Reaktionen unklarer Ursache
- Beratung zur Allergieprävention in der Schwangerschaft und in der Neugeborenalter
Die allergologische Diagnostik trägt zu einer klaren Diagnosestellung bei und ermöglicht eine zielgerichtete und individuelle Beratung der Familie, mit dem Ziel einer sicheren Behandlung und einer verbesserten Lebensqualität des Kindes.
8. Wie wird ein Allergietest richtig interpretiert?
Allergietests zeigen eine Sensibilisierung, nicht zwangsläufig eine Allergie.
Eine Allergie liegt nur dann vor, wenn der Kontakt mit einem bestimmten Allergen eine klinische Reaktion auslöst. Die korrekte Interpretation erfolgt stets in Zusammenschau von Anamnese, Symptomen und Testergebnissen, um unnötige Einschränkungen und Therapien zu vermeiden.
9. Atopische Dermatitis: Wann ist eine spezialisierte Behandlung erforderlich?
Eine spezialisierte Abklärung ist sinnvoll, wenn die Erkrankung:
- mit einer basistherapeutischen Lokalbehandlung nicht ausreichend kontrolliert ist
- häufige oder schwere Schübe aufweist
- zu starkem Juckreiz und Schlafstörungen führt
- Zeichen einer Sekundärinfektion zeigt
- gemeinsam mit anderen allergischen Erkrankungen auftritt
Die spezialisierte allergologische Betreuung ermöglicht eine individuell angepasste Therapie und – in ausgewählten Fällen – die Diskussion systemischer Behandlungen z.B. mit Biologika
10. Bronchiolitis – RSV | Prävention des Respiratorischen Synzytialvirus
Das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) ist die häufigste Ursache einer Bronchiolitis bei Säuglingen und Kleinkindern.
Die passive Immunisierung von Neugeborenen gegen RSV wurde inzwischen in das nationale Präventionsprogramm aufgenommen und erfolgt durch die Gabe eines monoklonalen Antikörpers (Nirsevimab).
Nirsevimab bietet einen sofortigen Schutz gegen RSV für etwa fünf Monate und deckt damit eine vollständige RSV-Saison ab.
Die Maßnahme richtet sich an alle Säuglinge, mit besonderem Fokus auf Kinder, die vor oder während der Wintermonate geboren werden, wenn die RSV-Zirkulation am höchsten ist.
Ziel der Prävention ist die Reduktion schwerer Infektionen der unteren Atemwege sowie von Krankenhausaufenthalten im ersten Lebensjahr.
11. Wie sehe ich, ob wir beim Wachstum „gut unterwegs“ sind?
Mit unserer Anwendung geben Sie die Messwerte Ihres Kindes ein (Geburtsdatum, Messtag, Geschlecht, Größe, Gewicht, Kopfumfang) und klicken auf „Δημιουργία καμπυλών“. Die Kurven werden angezeigt, damit Sie sehen können, wo es im Vergleich zu Gleichaltrigen liegt.

